Galvanischer Isolator GI300 Anwendungsbeispiel Rev 2

Wir haben ab heute wieder den galvanischen Isolator GI300 am Lager und er ist im Onlineshop sowie telefonisch bestellbar.  Auf Grund der überraschend hohen Anzahl an Bestellungen waren wir auch bei diesem Artikel etwas in Rückstand geraten.

Bonitos galvanischen Isolator GI300

Heute möchte an einem akuten Beispiel zeigen, was so ein kleines Bauteil für eine große Wirkung haben kann:

Der galvanische Isolator GI300 trennt den Gleichstrompfad zwischen dem Koaxaußenleiter bzw. Abschirmung der Antennenzuleitung auf , um hier Störungen durch Potentialunterschiede zu unterdrücken.  Zur Trennung wird ein kleiner Ringkernübertrager verwendet; zusätzlich ist hier bei uns der Koax-Innenleiter nochmals breitbandig über Kondensatoren DC-isoliert, sowie noch ein Grob- & Feinschutz für Überspannungen integriert.

Ich möchte Ihnen jetzt eine kurzes Fallbeispiel im Langwellenbereich auf 147 kHz zeigen:

Empfang mit passivem 2 x 15m-Dipolin in Süddeutschland. Empfänger ist RadioJet 1102 am Notebook im Akkubetrieb angeschlossen:

Bonitos galvanischen Isolator GI300 Screen 1

Hier sehen wir die gleiche Konfiguration, aber jetzt wird das Notebook mit seinem Schaltnetzteil betrieben. Diese Kombination ist unsere Referenz für breitbandige Störerzeugung 😀

Bonitos galvanischen Isolator GI300 Screen2Man sieht jetzt schön, dass das Grundrauschen um rund 30dB zugenommen hat. Fast alle Signale werden vom dem „Störungsteppich“ überlagert. Man kann 153 kHz noch erahnen, aber die Signale sind „platt“.

Hier sehen wir wieder die gleiche Konfiguration wie zuvor, aber direkt vor dem Empfängereingang steckt nun unser galvanischer Isolator GI300:

Bonitos galvanischen Isolator GI300Praktisch ist das Spektrum fast wieder so sauber wie im ersten Bild, man kann wieder die 3 Stationen sehen und hören.

Zusammenfassend:

  1. Der galvanische Isolator GI300 ist kein Wundermittel. Es ist ein Bauteil, dass, wie man anschaulich sieht, effektiv ein spezielles Problem beseitigt.
  2. Die Verbindung zwischen galvanischem Isolator und Empfängereingang sollte so kurz wie möglich sein.  Denn: Es ist eigentlich völlig ausgeschlossen, dass der galvanische Isolator selbst durch seine Bauweise (Ringkernübertrager & Stripline) Störstrahlung aufnimmt. ABER: Dies kann nun durch die jetzt potentialfreie Zuleitung geschehen. Daher sollten Sie den GI300 am besten direkt am Empfängereingang anschließen.
  3. Meiner Meinung nach müsste das gerade Kunden eines Perseus SDR, die noch das originale Netzteil verwenden, in die Karten spielen. Denn der kleine Störenfried hat ja schon so manchem Hörer das Leben schwer gemacht.

Ungeliebte Nebenwirkungen
Falsch eingesetzt kann auch wirkungstechnisch das Gegenteil eintreten! Wenn man keine Kopfschmerzen hat, braucht man auch keine Kopfschmerztabletten. Das soll heißen: Hier überwiegen dann die „Nebenwirkungen“. Übertragen heißt das, aus einer guten Masseleitung wird eine schlechte.  Wenn Sie also kein galvanisches Problem haben, sollten Sie sich den GI300 nicht zulegen.

Gut geschützt gegen Mantelwellen und Überspannungen:
Zusätzlich ist ein doppelter Überspannungsschutz integriert; antennenseitig ein Gasableiter mit 90V Zündspannung  und empfängerseitig eine ESD-Diode (30KV; max. Pulsleistung 350W (8/20µs), zudem sind Ein- und Ausgang  für Gleichspannungen bis max. 50V geblockt.

Sie können den GI300 ab heute wieder telefonisch unter 05052 6052 oder wie Onlineshop unter www.hamradioshop.net bestellen.

Ich liefere in Kürze noch Fotos und ein Video, dass ich bei einem Kunden aufnehmen werde.

EDIT: 30.6.2014

Bei Verwendung des GI300, sind die beim Perseus und dem Elad S1 auftretenden Clicknoise / Knackgeräusche auf Langwelle weg. Ich kann jetzt endlich auch mit diesen beiden Patienten 147kHz fehlerlos RTTY decodieren. Nehm ich den GI300 raus, knackt es wieder. Bei all meinen Winradios, RadioJets, dem SDR-IQ und dem Lowe, treten diese Knackgeräusche gar nicht auf.

Ich habe heute die versprochenen Fotos der Geräte mit dem GI300 gemacht, die ich hier gerade so zur Hand hatte. Jetzt kann sich jeder selbst ein besseres Bild über die Größe machen. Ich muss mal schauen, ob ich hier noch weitere Geräte finde.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Boni-Whip, Tipps & Tricks abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten auf Galvanischer Isolator GI300 Anwendungsbeispiel Rev 2

  1. Hermann sagt:

    Hallo Dennis,

    ich habe schon so einige Versuche mit Mantelstromfiltern und Ähnlichem hinter mir, habe aber meistens die „einfache“ Version mit simplen 1:1 Trafo (RF-Systems) benutzt und getestet. Sehr WIRKSAM! Der GI300 bietet scheinbar noch so einiges mehr – an Sicherheit(!!) Ein Grund mehr, ihn zu testen. Werde dann dazu noch einmal Stellung nehmen.
    Die angegebenen Übertragunsverluste von angeblich 1-1,5 dB sind natürlich (Werbe)humbug – ist aber nicht tragisch, da sehr geringfügig spürbar,selbst bei realen 3dB Verlust wird man mit mehr „Ruhe“ belohnt.

    Übrigens: Der Profi arbeitet immer potenzialfrei und mit Akku – was denn sonst? Mein Autoakku von 88Ah schafft das … 😉 …über Nacht wird geladen.

    Gruß Hermann

  2. Hallo Dennis,

    An der Hamradio hast Du mir einen GI300 leihweise in die Hand gedrückt damit ich das Ding mal versuche. Leider hat es bei meiner Antennenanlage nicht gebracht. Diese ist recht gut geerdet.
    Was mir als nicht optimal aufgefallen war am GI300, war der Doppel-BNC Adapter der ja mitgeliefert wird. Dieser hatte ganz deftige Wackelkontakte. Da solltet Ihr ein Auge drauf haben.
    Ich empfehle daher ein kurzes Pigtail (20 – 30cm) mitzuliefern anstatt dem starren Doppel-BNC Adapter. Es macht das ganze auch etwas flexibler und lässt sich besser verlegen.

    Beste Grüsse
    Fernando

    • Dennis sagt:

      Hallo Fernando,
      ich kenne das Problem nur zu gut, habe es aber wieder erwartend bei meinen Versuchen nicht gehabt. Das ist wohl Pechsache. Grundsätzlich legen wir gar keine Kupplung bei. Beim Schweinschwanz hast Du ja eh einen BNC Stecker und daher ist der Adapter ggf. überflüssig. Ich habe die Kupplung bei den Fotos verwendet, damit man die Größe besser abschätzen kann.
      Btw. Bei Verwendung des GI300, sind die beim Perseus und dem Elad S1 auftretenden Clicknoise / Knackgeräusche auf Langwelle weg. Ich kann jetzt endlich auch mit diesen beiden Patienten 147kHz fehlerlos decodieren. Nehm ich den GI300 raus, knackt es wieder. Bei all meinen Winradios, RadioJets, dem SDR-IQ und dem Lowe, treten diese Knackgeräusche gar nicht auf. Den FiFi muss ich da nochmals testen.

  3. Hallo Dennis,

    Aha, Ihr liefert gar keine Adapter mit. Ich dachte es wäre so. Na umso besser. Dann wird man ein normales Kabel zur adaption verwenden.
    Mir fällt gerade ein; der GI300 hat doch etwas gebracht. Um etwa 15Mhz habe ich schwache Störträger. Mit dem GI300 in der Antennenleitung waren diese weg. Allerdings waren dann auf den unteren Frequenzen der Teufel los in Form von Breitbandigen Störungen.
    Da sieht man, wie vielfältig die Störsituationen sein können!

    Beste Grüsse
    Fernando

    • Dennis sagt:

      Auf jeden Fall und das sage ich ja auch: Es ist kein „Allheilmittel“! Rudolf’s Nachbar hat jetzt PowerLAN. Der freut sich riesig! 😀 Laut CT gibt es nur 2 Beschwerden über Störungen von PowerLAN, die mit (jetzt kommt es) einem SOFTWAREUPDATE behoben wurden 😀 😀 😀

  4. Softwareupdate???
    Der ist nicht schlecht! Wir sicher viel gebracht haben. 🙂
    Wenn doch alles so einfach wäre…
    Mal sehen! Werde morgen zum Bauern nebenan gehen und seinem Weidezaungerät ein Softwareupdate verpassen. Dann sind die Störungen sicher weg 🙂

  5. Hermann sagt:

    Hallo Dennis,

    erste (mechanische) Versuche haben gezeigt, dass die BNC-Anschlussbuchsen etwas unglücklich montiert sind. Wenn man etwas „energischer“ dreht, drehen sie sich mit! Ich habe sie sicherheitshalber mit Schnellkleber fixiert. Klappt hervorragend!

    Erste einfache (elektrische) Messungen mit einem AR 5001DX/IQ2SW (Direktablesung!) haben gezeigt, dass die Verluste doch geringfügiger sind, als ich vermutete. Allerdings musste ich das Selbe feststellen, wie Fernando schon erwähnte. Mit sinkender Frequenz nimmt der Noisefloor erheblich zu – und das bei 3 verschiedenen Antennentypen. Über 16 MHz überwiegt aber der Gewinn in Form eines geringeren (hörbaren!!) Rauschpegels. Der Nachbar hat eine „CE-RGB-LED-Lichterkette“ auf der Terrasse – mit entsprechenden „Rauschgenerator“… 🙁 …grrr.

    Man sollte also genau prüfen, bei welcher Frequenz das „Ding“ etwas bringt – wie Dennis schon erwähnte. Sollte allerdings selbstverständlich sein…

    CE=Chinamüll-Export

    Gruß Hermann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.